Kunde
Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg im Auftrag der Carl Zeiss Jena GmbH.

Projekt
Umbau der Projektionsfläche sowie Planung, Lieferung und Integration eines 25-Kanal 3D Stereo Laserprojektionssystems für den Elbe Dome 2.0: ein Mixed-Reality Labor mit 400m² Großprojektion, bestehend aus einer zylindrischen 360° Leinwand mit 16 Metern Durchmesser und 4 Metern Höhe sowie einer nahtlosen Bodenprojektion.

Das Mixed-Reality-Labor „Elbedome“ ist seit 2006 das zentrale Element der Forschungs-Infrastruktur des Virtual Development and Training Center VDTC des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg.

Nachdem wir bereits im Jahr 2007 die Vermessung und Kalibration sowie die 2D und 3D Geometriekorrektur für mehrere Augpunkte mittels der domeprojection.com Technologie realisiert hatten, sind wir für das umfangreiche Upgrade des Projektionssystems im nun „Elbe Dome 2.0“ genannten Mixed-Reality-Labor vom Generalauftragnehmer Carl Zeiss Jena GmbH, Abteilung Simulation Projection Solutions, mit der Planung, Lieferung und Systemintegration des Projektionssystems – bestehend aus 25 hochauflösenden 4k-Laserprojektoren mit 3D Stereo-Fähigkeit – beauftragt worden. Weiterhin wurden komplexe Umbauten der Projektionsfläche vorgenommen sowie ein automatisches Kalibrationssystem von domeprojection.com installiert. Beim Upgrade wurde nicht nur die in den letzten 10 Jahren weit fortgeschrittene Laser-Projektionstechnik ersetzt, sondern auch die Helligkeit und Auflösung der 3D-Darstellung sowie die Grafikperformance erheblich verbessert. Die Bodenprojektion und der Entfall jeglicher vorher vorhandener störender Einbauten ermöglicht eine dramatisch verbesserte Immersion der virtuellen Umgebung.

Die Form des Elbedomes ähnelt nach dem Umbau und der Wiedereröffnung im Mai 2018 der eines Zylinders mit einem Durchmesser von 16 Metern und einer Höhe von 4 Metern. Mit 360°-Wandfläche und Bodenfläche besitzt er eine gewaltige – in Europa unübertroffene – Projektionsfläche von über 400 m².
Elbe Dome 2.0“ ermöglicht so die Darstellung, Erkundung und Interaktion mit dreidimensionalen, holographischen virtuellen Objekten und Avataren von entfernten Nutzern im Raum und kommt dem ersehnten „Holodeck“ verblüffend nahe.
Durch die gewaltige Dimension im Vergleich zu klassischen Projektionssystemen, und die nach dem Umbau vollständige Immersion wird der Elbedome insbesondere für die Darstellung großer Objekte wie zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Fabriken oder ganzen Städten im Maßstab 1:1 genutzt. Mit aufwendigem Personentracking, aktiven 3D-Brillen und diversen Eingabegeräten für die Handhabung virtueller Objekte in der Mixed-Reality-Umgebung sind echte holographische Erlebnisse möglich. Bis zu 20 Personen können nun im „Elbe Dome 2.0“ forschen und entwickeln.

Über das Fraunhofer IFF, Geschäftsstelle Elbedome
Im „Elbe Dome 2.0“  können interaktive 3D-Visualisierungen komplexer Maschinen, Anlagen, Fabriken sowie ganzer Produktions- und Logistiksysteme realisiert werden. Um betriebliche Prozesse von Industriekunden zu optimieren, entwickelt das IFF im Elbedome VR-basierte Werkzeuge und Systemlösungen, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt sind. Mit Hilfe dieser Werkzeuge können zum Beispiel Montageabläufe in der Sondermaschinenfertigung, CE-konforme Sicherheitsanalysen oder Materialflussplanungen effizienter durchgeführt werden.

TV-Beitrag des MDR über die Lange Nacht der Wissenschaften im Elbe Dome 2.0.